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Private Veräußerungsgeschäfte im Einkommensteuergesetz - Besteuerung nach § 23 EStG

Gewinne aus dem Verkauf von Privatvermögen sind nicht grundsätzlich steuerfrei. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet § 23 EStG in Verbindung mit § 22 Nr. 2 EStG, wonach diese Erlöse zu den sogenannten „sonstigen Einkünften“ zählen.

Das Gesetz besteuert Werterhöhungen im Privatvermögen immer dann, wenn zwischen der Anschaffung und der Veräußerung eine bestimmte Zeitspanne – die sogenannte Spekulationsfrist – unterschritten wird.

Damit eine Besteuerung nach § 23 EStG erfolgt, müssen jedoch zwei wesentliche Bedingungen erfüllt sein:

  1. Subsidiarität (Nachrangigkeit): Die Einkünfte dürfen keiner anderen Einkunftsart (z. B. Gewerbebetrieb) zuzuordnen sein. Wer also gewerblich handelt, wird nach den Regeln für Gewerbebetriebe besteuert, nicht nach § 23 EStG.
  2. Fristwahrung: Die Veräußerung muss innerhalb der gesetzlich definierten Fristen erfolgen (z. B. 10 Jahre bei Immobilien, sofern nicht selbst genutzt).

Der Blick über die Grenze

Für unbeschränkt Steuerpflichtige gilt das Welteinkommensprinzip. Das bedeutet: Auch der Verkauf einer Ferienimmobilie oder anderer Wirtschaftsgüter im Ausland kann in Deutschland steuerpflichtig sein.

Wichtig: In internationalen Fällen haben die Regelungen eines geltenden Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) Vorrang. Dieses entscheidet darüber, welcher Staat das Besteuerungsrecht erhält und wie eine Doppelbesteuerung vermieden wird.

Nicolai Syska
Geschäftsführer | Steuerberater | M.Sc., M.I.Tax
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Sonstige Einkünfte im Einkommensteuergesetz - Besteuerung nach § 22 EStG
www.npta-de.com
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Gewinne aus dem Verkauf von Privatvermögen sind nicht grundsätzlich steuerfrei. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet § 23 EStG in Verbindung mit § 22 Nr. 2 EStG, wonach diese Erlöse zu den sogenannten „sonstigen Einkünften“ zählen.

Das Gesetz besteuert Werterhöhungen im Privatvermögen immer dann, wenn zwischen der Anschaffung und der Veräußerung eine bestimmte Zeitspanne – die sogenannte Spekulationsfrist – unterschritten wird.

Damit eine Besteuerung nach § 23 EStG erfolgt, müssen jedoch zwei wesentliche Bedingungen erfüllt sein:

  1. Subsidiarität (Nachrangigkeit): Die Einkünfte dürfen keiner anderen Einkunftsart (z. B. Gewerbebetrieb) zuzuordnen sein. Wer also gewerblich handelt, wird nach den Regeln für Gewerbebetriebe besteuert, nicht nach § 23 EStG.
  2. Fristwahrung: Die Veräußerung muss innerhalb der gesetzlich definierten Fristen erfolgen (z. B. 10 Jahre bei Immobilien, sofern nicht selbst genutzt).

Der Blick über die Grenze

Für unbeschränkt Steuerpflichtige gilt das Welteinkommensprinzip. Das bedeutet: Auch der Verkauf einer Ferienimmobilie oder anderer Wirtschaftsgüter im Ausland kann in Deutschland steuerpflichtig sein.

Wichtig: In internationalen Fällen haben die Regelungen eines geltenden Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) Vorrang. Dieses entscheidet darüber, welcher Staat das Besteuerungsrecht erhält und wie eine Doppelbesteuerung vermieden wird.

Grundstücksveräußerungen als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG

In der Praxis ist die Veräußerung von Grundstücken der wichtigste Anwendungsfall des § 23 EStG.

  • Was wird besteuert? Erfasst werden Grundstücke sowie Rechte, die den immobilienrechtlichen Vorschriften unterliegen (z. B. Erbbaurechte oder Mineralgewinnungsrechte).
  • Die 10-Jahres-Frist: Grundsätzlich gilt: Werden Immobilien innerhalb von zehn Jahren nach der Anschaffung verkauft, ist der Gewinn steuerpflichtig. Nach Ablauf dieser Frist ist der Veräußerungserlös steuerfrei.

Die Ausnahme im Bereich der Immobilienbesteuerung

Keine Regel ohne Ausnahme: Das Eigenheim genießt (noch) steuerliche Privilegien. Die Spekulationssteuer entfällt, wenn die Immobilie:

  1. Zwischen Anschaffung/Fertigstellung und Verkauf ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde oder
  2. Im Jahr des Verkaufs sowie in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde (der sog. "Zwei-Jahres-Zeitraum").

Gut zu wissen: Ein häusliches Arbeitszimmer schadet der Steuerfreiheit in der Regel nicht. Da dieses meist in den privaten Wohnbereich integriert ist und zumindest geringfügig privat mitgenutzt wird, bleibt der Verkauf des gesamten Eigenheims meist steuerfrei. Anders kann es jedoch bei der Vermietung eines Arbeitszimmers an die GmbH aussehen.

Andere Wirtschaftsgüter - Haltefrist und alltägliche Gegenstände

Bei den sog. anderen Wirtschaftsgütern hat der Gesetzgeber einen anderen Maßstab für die Besteuerung gewählt. Spätestens seit der Einführung von Krypowährungen wie beispielsweise dem Bitcoin, Ethereum oder Solana ist zumindest die Haltefrist von einem Jahr bei den meisten Steuerpflichtigen bekannt:

  • Haltefrist: Hier beträgt die Spekulationsfrist lediglich ein Jahr.
  • Gegenstände des täglichen Gebrauchs: Verkäufe von Alltagsgegenständen (z. B. der gebrauchte PKW oder getragene Kleidung) sind von der Besteuerung ausgenommen.

Blick hinter die Kulissen: Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, warum der Gewinn beim Verkauf Ihres privaten Autos – im Gegensatz zu Gold oder Kryptowährungen – fast nie in der Steuererklärung auftaucht. Man könnte meinen, der Gesetzgeber wolle uns hier besonders großzügig entgegenkommen. Die Wahrheit ist jedoch weitaus pragmatischer.

Die Kehrseite der Medaille: Würde das Finanzamt Gewinne aus privaten Autoverkäufen konsequent besteuern, müsste es nach dem Symmetrieprinzip auch Verluste steuerlich anerkennen.

Und seien wir ehrlich. Bei einem gebrauchten PKW ist der Verkauf mit Gewinn die absolute Ausnahme. In der Regel verlieren Autos bereits am Tag der Erstzulassung massiv an Wert. Würden all diese Verluste mit anderen Einkünften verrechnet werden dürfen, müsste der Staat auf beträchtliche Steuereinnahmen verzichten.

Das Ergebnis: Um eine Flut an abziehbaren Verlusten zu verhindern, hat man Gegenstände des täglichen Gebrauchs (wie den Standard-PKW) kurzerhand aus der Steuerbarkeit des § 23 EStG ausgeklammert. Was für uns nach Steuerfreiheit klingt, ist für das Finanzamt schlichtweg effektiver Einnahmeschutz.

Andere Wirtschaftsgüter - Wertanlage vs. Gebrauchtgegenstand

Eine in der Praxis entscheidende Frage für die Steuerpflicht lautet: Dient der Gegenstand der täglichen Lebensführung oder ist er als Anlageobjekt zu betrachten? Da das Gesetz den Begriff „Gegenstände des täglichen Gebrauchs“ nicht abschließend definiert, hat die Rechtsprechung klare Abgrenzungskriterien entwickelt.

Das Hauptkriterium: Die Eignung zur Wertsteigerung

Gegenstände, die typischerweise an Wert verlieren (wie Haushaltsgeräte, normale Kleidung oder der Durchschnitts-PKW), sind steuerlich unbeachtlich. Kritisch wird es bei Gütern, bei denen eine Wertsteigerung nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich ist. Hier vermutet das Finanzamt, dass nicht die Nutzung, sondern die Rendite im Vordergrund steht.

Fallbeispiel: Champions-League-Ticket

Ein prominentes Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg (bestätigt durch den BFH) verdeutlicht diese Grenze: Der gewinnbringende Verkauf von Tickets für ein Champions-League-Finale ist kein privates Veräußerungsgeschäft mit Alltagsgegenständen.

  • Die Begründung: Ein Ticket verbraucht sich zwar durch die Nutzung, doch der Marktpreis für solche knappen Güter entkoppelt sich völlig vom Nennwert. Werden die Tickets innerhalb eines Jahres teurer weiterverkauft, greift die Steuerpflicht des § 23 EStG.

Weitere Grenzfälle mit praktischer Bedeutung

Um die Unterscheidung greifbarer zu machen, hilft ein Blick auf folgende Kategorien:

  • Sammlerobjekte: Oldtimer, seltene Luxusuhren (z. B. Rolex-Modelle) oder limitierte Sneaker werden oft als Wirtschaftsgüter eingestuft, die zur Wertanlage geeignet sind. Hier gilt die einjährige Haltefrist strikt.
  • Kryptowährungen: Bitcoin & Co. sind laut BFH keine Währungen, sondern "andere Wirtschaftsgüter". Da sie ausschließlich zur Spekulation oder als Wertspeicher genutzt werden, ist jeder Gewinn innerhalb der Jahresfrist steuerpflichtig.
  • Edelmetalle: Physisches Gold (Barren/Münzen) ist das Paradebeispiel für ein Wirtschaftsgut, das keine Gebrauchsfunktion hat. Auch hier führt ein Verkauf innerhalb von 12 Monaten zur Steuerpflicht.

Praxistipp: Dokumentieren Sie bei hochwertigen Anschaffungen stets das Kaufdatum. Sobald ein Gegenstand ein „Wertsteigerungspotenzial“ besitzt, ist die exakte Einhaltung der Haltedauer von 366 Tagen (ein Jahr) die sicherste Methode, um den Gewinn legal steuerfrei zu vereinnahmen. Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie hierzu gerne.

Übertragung innerhalb der Familie: Steuern sparen durch Übertragung der Immobilie

Die Idee - Steuern sparen durch Übertragung

Die steuerliche Belastung bei einem Immobilienverkauf innerhalb der Behaltensfrist lässt sich durch eine gezielte Gestaltung im familiären Umfeld oft erheblich reduzieren. Wenn Sie ein Grundstück veräußern möchten, bevor die zehnjährige Spekulationsfrist abgelaufen ist, wäre der Gewinn im Normalfall in voller Höhe bei Ihnen steuerpflichtig. Eine legale und vom BFH anerkannte Gestaltung besteht jedoch darin, das Objekt vor dem Verkauf unentgeltlich auf die eigenen Kinder zu übertragen. In diesem Fall findet die spätere Besteuerung des Veräußerungsgewinns nicht mehr bei Ihnen, sondern bei den beschenkten Kindern statt. Da Kinder meist über ein deutlich geringeres steuerpflichtiges Einkommen verfügen, greifen dort niedrigere Steuersätze oder sogar Grundfreibeträge, was unter dem Strich zu einer massiven Steuerersparnis für die Familie führen kann.

Das Besondere - Eltern können die Übertragung und den Verkauf organisieren

Besonders attraktiv an diesem Modell ist die Tatsache, dass Sie als Elternteil den Verkauf des Grundstücks weiterhin organisieren und die Verhandlungen führen dürfen, ohne dass Ihnen der Gewinn steuerlich zugerechnet wird. In Ihrer eigenen Steuererklärung müssen Sie diesen Gewinn nicht angeben, sofern die Übertragung rechtzeitig und rechtssicher erfolgt ist. Der Bundesfinanzhof sieht in diesem Vorgehen ausdrücklich keinen Gestaltungsmissbrauch, da die gesetzliche Regelung in § 23 Abs. 1 Satz 3 EStG genau solche unentgeltlichen Übertragungen vorsieht.

Nach dem Sinn und Zweck der Norm soll nämlich derjenige die Steuer tragen, dem der wirtschaftliche Vorteil des Verkaufs tatsächlich zufließt. Da das Gesetz die unentgeltliche Übertragung akzeptiert, ist es rechtlich konsequent, dass die Besteuerung nach den persönlichen Verhältnissen des Beschenkten erfolgt.

Beauftragung einer spezialisierten Kanzlei empfehlenswert

Trotz der steuerlichen Vorteile müssen bei der Umsetzung einige wichtige Rahmenbedingungen beachtet werden. Die zugrunde liegenden Verträge dürfen nicht unüblich ausgestaltet sein und müssen dem sogenannten Drittvergleich standhalten, um vom Finanzamt anerkannt zu werden. Zudem ist im Vorfeld genau zu prüfen, bei welchem Familienmitglied der größte Hebel für eine Steuerersparnis liegt. Neben den Kindern kann beispielsweise auch eine Übertragung auf den Ehegatten sinnvoll sein, falls dieser über ein geringeres Einkommen verfügt. Wegen der Komplexität und der notwendigen Abstimmung mit dem Schenkungsteuerrecht empfiehlt es sich dringend, sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten frühzeitig mit einem Steuerberater durchzugehen, bevor die ersten Verkaufsverträge unterschrieben werden.

Steuerberatung für Kapitalgesellschaften und ihre Gesellschafter

npta – Ihre Partner für Wachstumsunternehmen, Startups und mittelständische Familienunternehmen.

Unsere Kanzlei fokussiert sich auf die steuerliche Beratung von Kapitalgesellschaften sowie deren Anteilseignern. Mandanten schätzen insbesondere unsere Expertise bei der Entwicklung individueller und passgenauer Konzepte, zum Beispiel in folgenden Bereichen:

Allgemeines Unternehmenssteuerrecht

  1. Unternehmenssteuerrecht - Die laufende Besteuerung der GmbH
  2. Unternehmenssteuerrecht - Die Vorratsgesellschaft
  3. Unternehmenssteuerrecht - Die Gründung einer GmbH
  4. Unternehmenssteuerrecht - Eine Holding gründen und wann dies sinnvoll ist
  5. GmbH - Das Wesen einer GmbH einfach erklärt
  6. GmbH - das Kapitalerhaltungsgebot
  7. GmbH - die Kapitalaufbringung
  8. GmbH oder UG - Welche Rechtsform benötige ich?

Kontaktieren Sie uns noch heute, um gemeinsam eine steuerlich optimale Strategie für Ihre Kapitalgesellschaft und Ihre Beteiligungen zu entwickeln. Unser Team steht Ihnen mit individueller Beratung und praxisnahen Lösungen zur Seite.

Häufig Fragen & deren Antworten

Hier finden Sie die häufigsten Fragen. Ihre ist nicht dabei? Dann klären wir sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

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Ab wann ist der Verkauf einer Immobilie steuerfrei?

Ein Immobilienverkauf ist steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung mindestens zehn Jahre liegen. Eine Ausnahme gilt für selbstgenutztes Wohneigentum: Haben Sie die Immobilie im Verkaufsjahr und den beiden vorangegangenen Jahren (oder durchgehend seit Kauf) selbst bewohnt, entfällt die Spekulationsfrist und der Gewinn bleibt steuerfrei.

Gilt die Ein-Jahres-Frist auch für Kryptowährungen und Gold?

Ja. Kryptowährungen wie Bitcoin sowie physisches Gold (Barren/Münzen) gelten steuerlich als „andere Wirtschaftsgüter“. Veräußern Sie diese nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr, ist der Gewinn nach aktuellem Recht komplett steuerfrei. Innerhalb der Frist gilt eine Freigrenze von 1.000 € (vor 2023: 600 €).

Warum ist der gewinnbringende Verkauf meines Autos meist nicht steuerpflichtig?

Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind von der Besteuerung ausgenommen. Da ein herkömmlicher PKW durch die Nutzung an Wert verliert, stuft der Gesetzgeber ihn als Gebrauchsgegenstand ein. Dies verhindert auch, dass Steuerpflichtige ihre Verluste aus Autoverkäufen steuerlich geltend machen können.

Was passiert, wenn ich Vermögen vor dem Verkauf an Familienmitglieder verschenke?

Dies ist eine anerkannte Gestaltung zur Steueroptimierung. Bei einer unentgeltlichen Übertragung (Schenkung) übernimmt der Beschenkte die Anschaffungsfrist des Schenkers (§ 23 Abs. 1 S. 3 EStG). Durch die geschickte Verteilung von Gewinnen auf Familienmitglieder mit geringerem Steuersatz lässt sich die Gesamtsteuerlast oft deutlich senken. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Nicolai Syska

Geschäftsführer | Steuerberater | M.Sc., M.I.Tax

Nicolai ist Geschäftsführer und Steuerberater. Sein Beratungsschwerpunkt liegt in der Beratung grenzüberschreitender Sachverhalte sowie in der Gestaltungsberatung.

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Unternehmenssteuerrecht - Organschaft

Eine Verlustverrechnung zwischen Kapitalgesellschaften ist im deutschen Steuerrecht grundsätzlich nicht angelegt. Sie können den Verlust der Kapitalgesellschaft zwar feststellen und mit zukünftigen Gewinnen verrechnen, jedoch ist eine Verrechnung mit Gewinnen einer anderen Kapitalgesellschaft nicht zulässig. Durch die Etablierung einer Organschaft können Sie jedoch eine Verlustverrechnung zwischen Kapitalgesellschaften ermöglichen und dadurch Ihre Steuerlast im Konzern reduzieren.

Als Partner für Wachstumsunternehmen, Startups und mittelständische Familienunternehmen sind wir Ihr vertrauensvoller Ansprechpartner – für eine ganzheitliche Beratung Ihres Unternehmens und für Sie in Ihrer Rolle als Gesellschafter.

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Unternehmenssteuerrecht - Besteuerung von Gewinnausschüttungen an eine Holding-Gesellschaft

Viele Unternehmer freuen sich über Gewinne in ihrer GmbH – doch spätestens bei der Ausschüttung stellt sich die Frage: Wie hoch ist die Steuerlast eigentlich? Denn Gewinne einer Kapitalgesellschaft werden auf zwei Ebenen besteuert: Zuerst bei der Kapitalgesellschaft selbst, und anschließend noch einmal beim Gesellschafter, sofern eine Gewinnausschüttung veranlasst wird. Die Kapitalgesellschaft - wie bspw. eine GmbH - unterliegt grundsätzlich der Körperschaftsteuer sowie dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,8% und Gewerbesteuer von ca. 15% (siehe hierzu auch den Blogartikel zur laufenden Besteuerung). Die Steuerbelastung der GmbH kann unter bestimmten Voraussetzungen auch reduziert werden.

In diesem Beitrag erklären wir, wie die Besteuerung einer Gewinnausschüttung bei einer Holding-GmbH funktioniert, wie sich die Steuerbelastung optimieren lässt und was es dabei zu beachten gibt.

Sie sind an der Gründung oder dem Erwerb einer GmbH interessiert? Auch hierzu beraten wir Sie gerne.

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Unternehmenssteuerrecht - Dauerüberzahlerbescheinigung bei Holding-Gesellschaften

Wer Kapitalerträge – insbesondere Gewinnausschüttungen – an seine Anteilseigner auszahlt, ist gesetzlich verpflichtet, Kapitalertragsteuer einzubehalten. Dieser Abzug beläuft sich regelmäßig auf 25% des ausgeschütteten Betrags. Da das Gesetz Steuerbefreiungen - wie beispielsweise das Schachtelprivileg iSv. § 8b KStG bzw. § 9 Nr. 2a GewStG - auf Ebene des Empfängers zunächst nicht berücksichtigt, kommt es insbesondere bei Holding-Strukturen häufig zu einer sogenannten Dauerüberzahlung von Kapitalertragsteuer.

An diesem Punkt greift die Bescheinigung für Dauerüberzahler nach § 44a Abs. 5 EStG. Sie ermöglicht es, den Steuerabzug zu vermeiden und die Liquidität im Unternehmen nachhaltig zu stärken. Die Dauerüberzahlerbescheinigung ist damit ein wirkungsvolles, jedoch vielfach unbekanntes und unterschätztes Instrument zur Verbesserung der finanziellen Flexibilität. Mit ihr wird erreicht, dass auf bestimmte Ausschüttungen keine Kapitalertragsteuer mehr einbehalten werden muss. Das reduziert nicht nur den administrativen Aufwand, sondern sorgt auch dafür, dass dem Unternehmen Mittel sofort zur Verfügung stehen, die andernfalls zunächst an das Finanzamt abgeführt würden.

Sie sind an der Gründung oder dem Erwerb einer GmbH interessiert? Auch hierzu beraten wir Sie gerne.

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Körperschaftsteuer - Entwicklung, Tarif, Bemessungsgrundlage

Die Körperschaftsteuer zählt zu den wichtigsten Steuerarten in Deutschland. Neben der Einkommensteuer, Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer zählt die Körperschaftsteuer zu den Steuerarten, die am meisten zum Gesamtsteueraufkommen Deutschlands beiträgt. Sie betrifft nahezu jede juristische Person, die ein Einkommen in Deutschland erzielt.

Wie sich die Körperschaftsteuer historisch entwickelt hat, wer steuerpflichtig ist und wie die Körperschaftsteuer funktioniert, schauen wir uns in diesem Beitrag überblicksartig an.

Übrigens: Wer zur Zahlung von Körperschaftsteuer verpflichtet ist, zahlt in der Regel auch Gewerbesteuer. Dies ist darin begründet, dass die Einkünfte einer Körperschaft per Fiktion als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu qualifizieren sind.

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